Survival Kit @ Home

Geschlechts- und diversitätssensible Technologien und Maßnahmen für die private und kooperative Krisenvorsorge

Gesprächsrunden "Gemeinsam krisensicher werden! Red ma!"

Welche Erfahrungen haben Sie in der Covid-19 Pandemie gemacht?
Sie haben Interesse, sich in kleiner Runde mit anderen Privatpersonen und Expert*innen der Krisenvorsorge auszutauschen?
Die gesammelten Erfahrungen aus der Covid-19 Krise sind die Basis für Empfehlungen, wie die Vorbereitung von Privathaushalten auf zukünftige Krisen, etwa einen Stromausfall, erleichtert werden kann.
Zu den Gesprächsrunden, die online stattfinden werden, laden wir Sie herzlich ein. Sie sind kostenlos und finden teilweise mit Übersetzung (arabisch, BKS, türkisch) statt.

Details und Termine finden Sie im Infofolder (deutsch, arabisch, BKS, türkisch) unter Infos. Wenn Ihnen eine Teilnahme aus zeitlichen oder anderen Gründen nicht möglich ist, wenden Sie sich bitte an Julia Lindenthal.

Die Anmeldung zu den Gesprächen ist ab 12.01.2021 möglich.
Bitte drucken Sie dafür das Anmeldeformular (siehe Infos) aus und schicken Sie es ausgefüllt und unterschrieben zurück - entweder eingescannt oder abfotografiert per Mail an lindenthal@ecology.at

Das Projekt
Trotz den Empfehlungen diverser Zivilschutzorganisationen war die Vorbereitung privater Haushalte auf eine mehrtägige Krisensituation bis vor kurzem mangelhaft. Die Covid-19 Krise mit den Lockdown-Phasen seit Frühjahr 2020 hat dies vielen Menschen bewusst gemacht. Leider ist eine Pandemie nur eine der möglichen Krisen, die uns treffen können.

Das Anliegen unseres Forschungsprojekts war und ist es, in Ergänzung zum staatlichen Krisenmanagement den Selbstschutz und das kooperative Handeln in der privaten Vorbereitung auf Krisen zu stärken, damit möglichst alle sicher durch eine Krise kommen, in der das Haus eventuell nicht mehr verlassen werden kann und in der auch Strom und Wasserversorgung ausfallen könnten. Besonders berücksichtigt werden dabei die Bedürfnisse der sogenannten vulnerablen Gruppen. Darunter fallen betreuungsbedürftige und chronisch kranke Menschen, Menschen mit Behinderung, aber auch Alleinwohnende, Armutsgefährdete oder Menschen, die kein oder nur sehr wenig Deutsch sprechen.
Ziel des Projekts ist es, Vernetzungstechnologien und -methoden zu entwickeln, die sowohl analog als auch digital funktionieren und niemanden von der Nutzung ausschließen. Darüber hinaus werden innovative (Low-Tech) Überlebenstechniken für Privathaushalte designt und unter Einbezug der Ideen potenzieller Anwender*innen weiterentwickelt. ("Co-Creation")
Ein weiteres zentrales Anliegen des Projekts ist es, die für Krisenmanagement und Zivilschutz verantwortlichen Personen für Gender- und Diversitätsaspekte zu sensibilisieren. Mit Expert*innen-Interviews und einem ersten Stakeholder-Workshop konnte ein wichtiger Schritt in Richtung dieser Sensibilisierung gemacht werden. Rückmeldungen aus dem staatlichen Krisenmanagement bestätigen unsere Arbeit, dass es für vulnerable Gruppen eine spezielle Vorbereitung auf Krisen braucht, und dass der Zusammenhalt in der Bevölkerung eine wichtig Basis zur Krisenbewältigung ist.

Mit der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen befanden wir uns auch mit unserem Forschungsprojekt plötzlich inmitten einer Krise. Die geplanten Veranstaltungen und die Übungsreihe mit interessierten Testpersonen mussten (vorerst) abgesagt werden. Wir passten das Forschungsdesign an: Die ursprünglichen Projektziele wurden um die Sammlung und Auswertung von Medienbeiträgen (Radio, TV, Print, Internet und Social Media) erweitert. Gesammelt wurden unter anderem Informationen zu Krisenbewältigungsmethoden, dem Einsatz digitaler Tools, den psychischen und körperlichen Auswirkungen von Krisen, und Vorsorge- und Selbstschutzmaßnahmen, die auch für andere Krisenszenarien funktionieren.
Die Medienanalyse in der durch COVID-19 verursachten Krisensituation diente dazu, die bisherigen Erkenntnisse zu überprüfen. Unter anderem hat sich aufs Neue bestätigt, dass der Kreis der für das Krisenmanagement zuständigen Stakeholder erweitert werden sollte, um die Bedürfnisse verschiedener Personengruppen besser berücksichtigen zu können.

Das Projekt wird vom BMK und der FFG im Rahmen der Programmlinie Talente/ FEMtech Forschungsprojekte gefördert.
alt= alt=
Laufzeit: 2019 bis 2021.
Survival Kit Logo

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 31
Email:

Gefördert von

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH; FFG; Programm-Management FEMtech

PartnerInnen

  • Dr.in Roswitha Hofmann; Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin
  • Johanniter Österreich Ausbildung und Forschung gemeinnützige GmbH
  • Youtoo GmbH

Infos

Mehr im Internet: