who is who im Atom-Business

Analyse der Verflechtungen in der Nuklearindustrie

Die Globalisierung führt in vielen Branchen zu Aufkäufen und Firmenfusionen. Dieser internationale Konzentrationsprozess hat auch die Nuklearindustrie erfasst. Welche Besitz- und Beteiligungsverhältnisse gibt es in der Nuklearbranche, in welchen Geschäftsfeldern sind die neuen Großkonzerne tätig und welche wirtschaftlichen Interessen stehen dahinter? Mit diesen Fragen hat sich eine Studie des Ökologie-Instituts befasst - deren Ergebnisse nun auf einer eigenen Website veröffentlicht wurden. In vielen Staaten ist die Nuklearindustrie noch eng mit dem Staat verbunden. Die britische BNFL zum Beispiel befindet sich zu 100 Prozent im Staatseigentum. Eine starke Vernetzung gibt es zwischen Energieversorgungsunternehmen und Nuklearfirmen. Diese Verflechtungen von Staaten, Industrie und EVUs machen deutlich, welche Kräfte hinter manchen Diskussionen stehen, die auf EU-Ebene vom Zaun gebrochen werden. Zum Beispiel, wenn der britische Staat "seiner" BNFL staatliche Beihilfen zukommen lassen will, um sie von der finanziellen Belastung zu befreien, die durch den Abbau alter Atomanlagen entstanden sind. Wenn die europäischen Energiekonzerne an die EU apellieren, die Atomenergie auch in Zukunft "im Herzen" des europäischen Energieversorgungssystems anzusiedeln, führen sie stets Argumente wie "Klimaschutz" und Energieversorungssicherheit ins Treffen. - In Wirklichkeit stehen dahinter die eigenen wirtschaftliche Interessen.

Laufzeit: 2004.
Nucbiz

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  • Ministerium für ein lebenswertes Österreich; Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft; Abteilung I/6 Nuklearangelegenheiten

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