Temelin (2)

Bewertung der Umweltauswirkungen des AKW Temelin

Nach zwei Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) nach tschechischem Recht, die sich mit den Umbauten des Kernkraftwerks befassten, wurde nun auf politischer Ebene zwischen Österreich und Tschechien die Abwicklung eines UVP-Verfahrens vereinbart, das die gesamte Anlage umfasst. Das Ökologie-Institut hat stets betont, dass dies eigentlich nicht zufriedenstellend ist. Ein UVP-Verfahren mit Bürger- und Expertenbeteiligung hätte bereits vor der Planungsphase erfolgen müssen. Im Zuge dessen hätte nämlich auch ein alternatives Energiekonzept entstehen können. Die Expertinnen des Ökologie-Instituts haben dennoch beschlossen, sich ins Verfahren einzubringen. Das Ökologie-Institut beurteilt die zu erwartenden Umweltauswirkungen des AKWs, um aus dieser Sicht die von tschechischer Seite bereitgestellten Unterlagen zu kommentieren. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Welche Auswirkungen hätte ein Unfall in Temelin? Welche Verhinderungsmaßnahmen ergreift der Betreiber? Welche Maßnahmen werden im Katastrophenfall auf tschechischer Seite ergriffen? Wie werden österreichische Behörden und die grenznahe Bevölkerung informiert? Klar ist, dass verbesserte Informations- und Warnsysteme, sowie eine gründliche Beobachtung der Umwelt- und Gesundheitsfolgen unumgänglich sind. Nur so können die Auswirkungen radioaktiver Freisetzungen dokumentiert und belegt werden.

Laufzeit: 2001.

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  • Umweltbundesamt

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  • Institut für Meteorologie
  • Institut für Risikoforschung

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