Ernährungswende

Lösungsansätze für eine nachhaltige Ernährung

In Mitteleuropa geht es schon lange nicht mehr um die Quantität das Angebots an Nahrungsmitteln, sondern um die Qualität der Produkte und die Gestaltung des Ernährungsalltags der KonsumentInnen. In Politik wie Wissenschaft werden Umweltauswirkungen, Gesundheitsfragen und die Bedürfnisse der KonsumentInnen meist nur getrennt thematisiert. Was fehlt, ist eine integrierte Betrachtung der stofflichen, sozio-kulturellen und strukturellen Dimensionen von Ernährung - und vor allem mangelt es an Visionen und Leitbildern für eine nachhaltige Ernährung. Ziel des Forschungsvorhabens »Ernährungswende«, an dem sich deutsche und österreichische Forschungsinstitute beteiligten, war es daher, aus einer gesamtheitlichen Sicht Strategien für eine nachhaltige Ernährung zu entwickeln. Unter nachhaltiger Ernährung verstehen wir eine umweltverträgliche und gesundheitsfördernde Ernährung - Angebote und Strukturen sind alltagsadäquat gestaltet und ermöglichen soziokulturelle Vielfalt. Dabei sind zentrale Fragen zu beantworten, wie die nach der gesellschaftlichen Ernährungsverantwortung. Untersucht wurden Risiko und Umweltauswirkungen, Einstellungen und Verhalten der KonsumentInnen sowie Alltagsorganisation und -gestaltung. Daraus ließ sich eine Typologie von Ernährungsstilen ableiten. Ziel dieses Projektes war es, Gestaltungsspielräume aufzuzeigen und eine Strategie für nachhaltige Ernährung zu entwickeln. Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema Schulernährung, an dessen Untersuchung sich das Ökologie-Institut maßgeblich beteiligte. Ausgangspunkt: Ernährungsabhängige Krankheiten nehmen bei Kindern und Jugendlichen massiv zu. Mit der Ausweitung der Ganztagsbetreuung in Schulen übernehmen auch SchulträgerInnen die Verantwortung für die Verpflegung von Kindern und Jugendlichen. Mittagessen in der Schule kann entweder nur als notwenige Last betrachtet werden oder dafür genutzt werden, das Erlernen gesunder Ernährung und eines vernünftigen Lebensstils (Bewegung, Kommunikation) zu fördern. Das Ökologie-Institut bietet Beratung und Vernetzung zwischen Schulen und SchulerhalterInnen und allen an der Schulernährung beteiligten AkteurInnen, um gemeinsam Strategien und Maßnahmen für eine nachhaltige Ernährung in Schulen in die Wege zu leiten.

Laufzeit: 2002 bis 2005.
Nudel

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 31
Email:

AuftraggeberInnen

  • Ökoinstitut e.V.; Produkte und Stoffströme

PartnerInnen

  • IÖW Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH; Büro Heidelberg
  • ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung
  • Katalyse-Institut für angewandte Umweltforschung
  • Ökoinstitut e.V.; Produkte und Stoffströme

Berichte

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