Atommüllentsorgung in Österreich: Beteiligung bis 25. Mai

Auch wenn Österreich kein AKW betreibt, fällt dennoch radioaktiver Abfall an. Er kommt aus Medizin, Forschung, Industrie, vom Militär, aus den Forschungsreaktoren, aus den Labors der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO, aus beschlagnahmtem Material und diveren Altlasten.
Bislang lagern 11.200 Fässer zu je 200 Liter und einige Spezialbehälter im Zwischenlager der Nuclear Engineering Seibersdorf (NES). Der radioaktive Abfall darf bis 2045 dort bleiben, dann muss er endgelagert werden. Der Abfall ist zum Großteil schwach radioaktiv, ein kleiner Teil mittel radioaktiv.
Laut Richtlinie 2011/70/Euratom sind alle Staaten der EU verpflichtet, nationale Programme für die Entsorgung ihrer nuklearen Abfälle zu erstellen. Das österreichische Entsorgungsprogramm (NEP) liegt seit kurzem als Entwurf vor.

Das NEP wird derzeit einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen. Sie können bis 25. Mai 2018 ihre Stellungnahme abgeben: Schriftlich an die Abteilung I/7 des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (Untere Donaustraße 11, 1020 Wien) bzw. via Mail an diese Adresse.

Das Österreichische Ökologie-Institut hat das NEP einer Bewertung unterzogen, eine ausführliche Stellungnahme und eine kürzere Musterstellungnahme können Sie als pdf herunterladen.

Alle Informationen zur SUP