Wassersensible Quartiersentwicklung

Bei baulichen Entwicklungen herrschen nach wie vor versiegelte und verdichtete Böden vor. Dies ist verbunden mit einem Verlust an Wasserspeichervermögen, schnellem Regenwasserabfluss in die Kanalisation und unterirdischen Rigolen. Noch spielen Regenwasser, Versickerung, Verdunstungsaspekte, oberirdische Retention, eine Kombination aus natürlichen, biodiversitätsfördernden und technischen Lösungen in der Planung und Freiraumgestaltung eine untergeordnete Rolle. Eine wassersensible Siedlungsentwicklung rückt die Landschaft und ihren natürlichen Wasserkreislauf in den Fokus der Planung und schafft damit neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die Regenwasserbewirtschaftung findet dezentral statt, die Objekt- und ökologische Freiraumplanung gehen Hand in Hand.

Das Österreichische Ökologie Institut, Gerhard Hauber vom Ramboll StudioDreiseitl diskutieren gemeinsam mit dem Verein Agglomeration Rheintal, den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Schweizer und Vorarlberger Partnergemeinden, Vertreter:innen vom Amt der Vorarlberger Landesregierung und Kanton St. Gallen über wirkungsvolle Planungsprozesse und Umsetzungstools.

Workshop

Wassersensible Quartiersentwicklung im Rheintal, 25. November: 13.30 - 17.30 Uhr im LöwenSaal, Hohenems

Programm
Anhand eines konkreten Beispielsquartiers in der Rheintalregion können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Werkzeuge und Instrumente durchspielen, die einen innovativen und weitsichtigen Umgang mit Regenwasser im bebauten Raum ermöglichen. Gerhard Hauber vom Büro Ramboll Studio Dreiseitl, ein Experte zum Thema nachhaltiger Regenwasserbewirtschaftung in Städten und Siedlungen, leitet diesen Workshop in Kooperation mit Katrin Löning vom Österreichischen Ökologie-Institut. Ein Fachinput durch Herrn Hauber gibt Einblick über Möglichkeiten und Vorgehensweisen. Das Beispielquartier bietet eine Grundlage für konkrete und gemeinsam zu entwickelnde Ideen und Vorstellungen sowie Anwendungsmöglichkeiten der vorgestellten Instrumente und Werkzeuge.

Veranstaltungen des Österreichischen Ökologie-Instituts Vorarlberg

Der Green Deal der EU und die Österreichische Biodiversitätsstrategie 2030 fordern die Sicherung und Stärkung der Biodiversität. Innerhalb von Siedlungen (Städten, Gemeinden etc.) sollen 80 Prozent der öffentlichen Flächen naturnah gestaltet sein. Dabei steigen die Anforderungen an diese Flächen hinsichtlich des Klimawandels: Wassersensible Quartiersentwicklung nach dem Schwammstadtprinzip, Klimabäume, Gebäudegrün sind oft genannte Schlagworte, aber berücksichtigen sie die Biodiversität? Hierin liegt die Herausforderung! Vorhandene Synergien müssen beachtet werden. Nicht jeder "klimafitte" Baum ist auch gut für die Biodiversität. Manche Baumarten neigen zur invasiven Ausbreitung, gebietsfremde Arten bieten den hier lebenden Insekten kaum Lebensraum. Ziel ist es, bei Gemeinden und den verschiedenen Akteur:innen ein Verständnis für beide Belange - Klimawandel und Biodiversität - zu wecken und Know-how aufzubauen, das es für die Entwicklung einer biodiversitätsfördernden Infrastruktur braucht. Dabei ist es auch wichtig, die Bedürfnisse der Nutzer:innengruppen miteinzubeziehen und gemeinsam passende Lösungen zu finden.

Laufzeit: 2021.
Wasser

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 07
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