RUSO Re-Use-Shops in Oberösterreich

Der Wiederverkauf von Altwaren in Oberösterreich hat gute Chancen einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten

Seit Ende April 2008 liegt die Machbarkeitsstudie mit dem Titel "RUSO Re-Use-Shops Oberösterreich" vor. Das Österreichische Ökologie-Institut hat diese Studie gemeinsam mit ÖSB Consulting und dem Unternehmensberater Dr. Thomas Huber erstellt. Mit enger Kooperation zwischen kommunaler Abfallwirtschaft und sozialen Integrationsunternehmen (maßgebliche Beschäftigungsinitiativen im Reuse Bereich OÖ) könnte ein Netzwerk aufgebaut werden, welches mit einem landesweiten Marketingkonzept die Absatzmöglichkeiten von wiederverwendbaren Altstoffen und Geräten um das 3fache erhöhen würde.

RUSO Re-Use-Shops Oberösterreich ist eine Geschäftsidee zur landesweiten Vernetzung von sozialen Integrationsunternehmen und Betrieben der kommunalen Abfallwirtschaft bei Sammlung, Aufbereitung und Verkauf von gebrauchten Produkten aus den Bereichen Textil, Elektrogeräte und Möbel, mit dem Ziel,

  1. die Umwelt nachhaltig zu entlasten
  2. arbeitsmarktpolitische Zielgruppen zu beschäftigen und
  3. günstige Einkaufsmöglichkeiten zu bieten.

Die wirtschaftliche Beurteilung des Geschäftskonzeptes (Businessplan) RUSO Re-Use-Shops Oberösterreich erfolgte unter der Prämisse, dass die Umsetzung gemäß den sozialpolitischen und ökologischen Beurteilungen möglich und machbar ist. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse empfiehlt das Projektteam, die RUSO Re-Use-Shops Oberösterreich in der im Businessplan vorgeschlagenen Art und Weise umzusetzen. Entscheidend für den Erfolg des Projektes ist es, die bestehenden Strukturen gemeinsam weiterzuentwickeln, daher sind der Wille und das Engagement aller betroffenen Partner wichtig. Der Aufbau paralleler Strukturen wird als nicht zielführend gesehen.

Die heute auf regionaler Ebene bestehende informelle Kooperation zwischen einzelnen Altstoffsammelzentren (ASZ) und im Reuse Bereich tätigen sozialen Integrationsunternehmen sollte im Sinne einer besseren Effizienz zu einem landesweiten Netzwerk mit klar definierten gemeinsamen Schnittstellen, Aufgaben und einem einheitlichen Erscheinungsbild weiterentwickelt werden. Erfolgreiche Reuse Projekte im Ausland zeigen, dass Vernetzung zu einer höheren Effizienz bei Sammlung, Aufbereitung und Verkauf führt.

Die Herausforderung ist, RUSO zu einem landesweiten Kompetenz- und Ressourcennetzwerk zu machen. Die Vernetzung von sozialen Integrationsunternehmen und Betrieben der kommunalen Abfallwirtschaft schafft Synergiepotentiale bei Sammlung, Aufbereitung und beim Verkauf von gebrauchten Produkten. Angestrebt wird, im Jahr 2015 insgesamt rund 3.000 Tonnen Altstoffe bzw. gebrauchte Produkte und Geräte wieder zu verwenden, was einer substantiellen Steigerung gegenüber 2007 entspricht.

Die Umsetzung des RUSO Konzeptes erfolgt in zwei Phasen: Entwicklung und Integration.

In der Entwicklungsphase werden gemeinsame Grundlagen geschaffen und die Kompatibilität der Partner anhand definierter Pilotprojekte getestet. Darauf folgt die Integrationsphase, bei der die einzelnen Organisationen schrittweise zu einem Netzwerk weiterentwickelt werden.

Bestehende Reuse Konzepte zeigen, dass eine Eigenerwirtschaftungsquote von über 40% möglich ist, das heißt, dass ein erheblicher Teil der Gesamtkosten durch Umsatzerlöse in Shops erwirtschaftet werden kann, gegenüber aktuell ca. 22% für Reuse-Projekte in Oberösterreich. Der verbleibende Förderbedarf für die Beschäftigung von arbeitsmarktpolitischen Zielgruppen wird durch Land Oberösterreich, AMS und BASB gedeckt.

Laufzeit: 2007 bis 2008.
Elektroschrott

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 01
Email:

AuftraggeberInnen

  • Bundessozialamt; Landesstelle Oberösterreich (BASB)
  • OÖ Landesabfallverband; LAV
  • OÖ Landesabfallverwertungsunternehmen AG; LAVU

Bericht

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